Eine außergewöhnlich lange Vorbereitung auf die Saison liegt hinter der 1. Herren-Mannschaft. Coronabedingt verlief diese in unterschiedlichen Phasen, je nachdem, was erlaubt war. Covid-19 wird auch in der Saison eine besondere Herausforderung bleiben, die alle noch lange in Atem halten wird. Ein 2 Monate späterer Saisonbeginn gerät da fast zur Nebensächlichkeit.

Die Vorbereitungsspiele verliefen ergebnistechnisch durchwachsen. Wichtiger war zu erkennen, was noch nicht klappt und worauf der Fokus in der weiteren Trainingsarbeit gelegt werden sollte. Im letzten Spiel gegen die HSG Heidmark II, einer Regionsoberliga-Mannschaft, schickte Coach Frederik Hövermann sein Team in verschiedenen Konstellationen auf die Platte, um noch einmal einiges auszuprobieren. Mit dem Endergebnis 32:31 gegen die eine Klasse tiefer spielenden Gegner war er indes nicht zufrieden, insbesondere weil wegen verbesserungswürdiger Abwehr zweimal ein deutlicher Vorsprung hergeschenkt wurde.

Die Saison beginnt nun am 24.10. mit einem Auswärtsspiel gegen Seevetal/Ashausen. Das wird nach Einschätzung des Trainers gleich eine knifflige Aufgabe. Auf ein Saisonziel mit einem festen Platz möchte er sich noch nicht festlegen. "Ziel ist  es, konstantere Leistungen zu bringen, besonders auswärts, und das vorhandene Leistungspotential auszuschöpfen. Wenn wir das schaffen, werden wir am Ende der Saison mehr Spiele gewonnen als verloren haben." Ein weiteres Ziel ist es, die Einbindung der A-Jugend voranzutreiben. Dieses klappt durch gemeinsame Trainingseinheiten bereits ganz gut.  

Favoriten für die neue Saison sind aus Hövermanns Sicht MTV Embsen, HSG Seevetal/Ashausen und TSV Wietzendorf.
"Die Liga wird sehr ausgeglichen sein, auch mit den starken Aufsteigern SG Luhdorf/Scharmbeck und HV Lüneburg.", so seine Einschätzung. "Am Ende liegt es an uns, wo wir uns einreihen in der Tabelle. Highlights werden sicher die Derbys gegen Wietzendorf."

Die Kaderkonstellation sei dabei Fluch und Segen zugleich. Auf dem Papier verfügt die Mannschaft über einen grossen erweiterten Kader, der viele Möglichkeiten bietet. Durch auswärtige Studien, Spät- und Nachtschichtler wird aber eine wöchentlich wechselnde Besetzung zur Verfügung stehen. Die Mischung aus erfahrenen Leuten und jungen Talenten schätzt Hövermann jedoch.


Geschrieben von Kerstin Willnat am 19.10.2020
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